05.05.2020
Gastbeitrag von Yuri Samodurov, Rechtschützer, ehem. Direktor des nichtstaatlichen Andrej-Sacharov-Zentrums und seines Museums
Es ist noch ein langer Weg, bis wir aus der Quarantäne herauskommen und zur Normalität zurückkehren, aber eines der Elemente des normalen Lebens, zu dem wir alle zurückkehren wollen, ist für mich der Kampf um das nichtstaatliche Roerich-Museum, und ich möchte meine Gedanken zu diesem Thema mit Ihnen teilen.
Ich glaube, dass das Motiv für die Zerstörung des nichtstaatlichen Roerich-Museums und seiner Ausstellung letztlich ideologischer Natur ist.(Weiter…)

Am Vorabend des Jahrestages, bei einem Treffen des Valdaj International Discussion Club, hat der Präsident der Russischen Föderation auch auf unseren hervorragenden Landsmann aufmerksam gemacht. „In Russland“, so Wladimir Putin, „inspirierten die leuchtenden Farben des Ostens viele unserer Schriftsteller, Dichter, Künstler und Musiker. Ich meine Puschkin, Rimsky-Korsakow, Arseniev, Vereshchagin, Kandinsky und Roerich. Das russische Publikum, und nicht nur das russische, kennt diese Namen.“
Moskau, das Roerich-Museum | © ICR


Frau Dr. Lapp, Direktorin der Universitätsbibliothek richtete ein Grußwort an die Gäste. In ihren Ausführungen dankte sie den Organisatoren der Ausstellung und führte historische Momente im Zusammenhang mit der Unterzeichnung des Roerich-Paktes am 15. April 1935 in Washington aus. Sie äußerte ihre Überzeugung über die Wichtigkeit der Durchführung von Maßnahmen, die dazu dienen, sich aktiv der Fragen zum Schutz der gesamten kulturellen Errungenschaften der Menschheit anzunehmen. Bedauerlicherweise würden aber der Roerich-Pakt und auch die Haager Konvention von 1954 häufig missachtet, auch in Europa. Auf jeden Fall müssen die Kulturgüter auch in Friedenszeiten geschützt und geschätzt werden. Und mit dieser Ausstellung würden das ICR und die Deutsche Roerich-Gesellschaft aktiv die uns alle angehenden Aufgaben verdeutlichen. Frau Dr. Lapp äußerte ihre Freude darüber, dass die Ausstellung in den lebendigen Räumen einer Bibliothek durchgeführt wird, denn hier verbrächten die Studenten einen nicht geringen Teil ihres Hochschullebens.
Seitens des Internationalen Roerich-Zentrums richtete Eduard Tomsha, Vorstandsmitglied des ICR und Vorsitzender der Sankt Petersburger Zweigniederlassung des ICR, sein Grußwort an die Gäste. In seiner Ansprache wies Eduard Tomsha darauf hin, dass eine solche Ausstellung dazu geeignet ist, die Kräfte der internationalen Öffentlichkeit bei der Wahrung von Kultur und Frieden auf der Grundlage der wichtigsten Antikriegsidee Nikolaj Roerichs – „Frieden durch Kultur“ – zu konsolidieren.
Halina Schneider, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Roerich-Gesellschaft, gab während ihres Grußwortes eine kurze Einführung in die aktuelle Ausstellung und ihre Themen. Hervorzuheben ist das für diese Ausstellung erstmalige Konzept einer separaten Website (www.roerichpakt.com) mit einer „virtuellen Führung durch die Ausstellung“, bei der mit Hilfe von QR-Codes dem Besucher nähere Informationen und Hintergründe zu den einzelnen Themenbereichen und Bildern Nikolaj Roerichs gegeben werden.
