Mit Hakenkreuzen gegen die Roerichs

09.02.2017 – Im März 2013 sahen Zuschauer Russlands erstmals den Film „Ruf der kosmischen Evolution“, den das Internationale Roerich-Zentrum produzierte. Filmvorführungen wurden in 17 Ländern gezeigt, unter Anderem im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York, in den europäischen UN-Vertretungen in der Schweiz und Österreich, sowie im Friedenspalast in den Haag. Den Film sahen Zuschauer der Metropolen Europas, Lateinamerikas, Indiens und der USA. 

Allerdings entzog im August des Jahres 2016 das Ministerium für Kultur plötzlich dem Internationalen Roerich-Zentrum die Verleihlizenz des Films. Nach Angaben des Ministeriums ist der Film zu verbieten, da in ihm Bilder von eine faschistischen Hakenkreuz sichtbar sind. In der Geschichte der russischen Kinematographie gab es noch keinen Fall, dass ein Fragment, das den Sieg des sowjetischen Volkes im Zweiten Weltkrieg darstellt, vom Kulturministerium als Propaganda von Nazi-Symbolen interpretiert wurde.

Experten zufolge ist dies ein gefährlicher und sehr negativer Präzedenzfall. Bei einem derartigen Ansatz lässt sich jeder Film als NS-Propaganda werten, der das Thema Nazismus behandelt, egal ob in der UdSSR oder einem beliebigen anderen Land gedreht.

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